(15.3.11, Bad Tölz) – Die Stadt Bad Tölz arbeitet jetzt mit „KoKoNat“ zusammen. Das klingt erst einmal komisch, aber so ist das nun einmal mit dem krampfhaften Bemühen mancher Institutionen um eine eingängige Abkürzung. Hinter dem „KoKoNat“ verbirgt sich keine tropische Nuss sondern die durchaus ernsthafte Einrichtung des „Kompetenzzentrums
für Komplementärmedizin und Naturheilkunde“ am Klinikum rechts der Isar, das wiederum zur Technischen Universität (TU) München gehört. Und dieses Zentrum hat nun ein
deutschlandweit einzigartiges Projekt am Start, von dem der Gesundheitstourismus in Bad Tölz profitieren könnte. 
Das derzeitige Gesundheitssystem behandle nur Krankheiten oder werde erst aktiv, wenn bereits Folgeschäden eingetreten sind, so KoKoNat-Chef Professor Dieter Melchart. „Wir haben keine Präventionskultur in Deutschland.“ Genau hier müsse aber ein Umdenken einsetzen. „Wir brauchen eine gesundheitsfördernde Medizin.“ Das gehe aber nur, wenn jeder einzelne frühzeitig erkenne, wo seine Risikofaktoren liegen und versuche, diese abzustellen. Und genau hier setzt laut Kurdirektor Klaus Pelikan das neue Computer-Programm an, das die TU mit einigen Partnern entwickelt hat. „Interessierte haben die
Möglichkeit, im Internet einen Test auszufüllen“, erklärt Pelikan das Prinzip. „Damit finden sie ihr persönliches Gesundheitsrisiko, zum Beispiel für Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes, heraus.“ Nach diesem Schnelltest – er dauert etwa zehn Minuten – beobachtet der Teilnehmer eine Woche lang seine Lebensgewohnheiten. Dabei gehe es nicht nur darum, wie man seine Zeit verbringt, sondern auch, mit welchen Gefühlen man welche Tätigkeit verbindet, erläutert Melchart. Über eine eigens entwickelte Gefühlsampel kann man seine positiven oder negativen Emotionen in einen Zahlenwert umwandeln. Am Ende der Woche und der Auswertung „bekommt man eine Idee, wo man in seinem Leben etwas ändern kann“, so Melchart.
Wie profitiert Tölz? „Das Programm gibt Empfehlungen, wie man seine Gewohnheiten ändern sollte“, sagt Pelikan. Ein Rat könnte sein, eine Kur an der Isar anzutreten.
„Eine Besonderheit ist, dass die Betroffenen nach ihrem Aufenthalt bei uns mit den Therapeuten in Kontakt bleiben können“, so der Kurdirektor. Er verspricht sich von der Kooperation „ganz erhebliche Möglichkeiten, neue Gäste zu gewinnen“.
Das Pilotprojekt, das heuer starten soll, ist auf fünf Jahre ausgelegt. Beteiligt sind die Kurorte Bad Füssing, Bad Kötzting und Bad Wörishofen. Quelle: Bad Tölzer Kurier, ast/va
Wir nutzen gerade jetzt die Zeit der länger werdenden Tage an der Sonne um uns ihrer auch heilenden Wirkung zu erfreuen. Unabhängig davon, dass gerade jetzt die viel gefürchtete Frühjahrsmüdigkeit zuschlägt, genießen wir das Erwachen der Natur, bewundern die ersten Tulpen und Narzissen. (aus: Gesundes aus Bad Tölz, Newsletter April 2011)
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